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kaum
eine andere technologie hat die geheimdienste dieser welt so geschüttelt,
wie die entwicklung von pgp. und das völlig zurecht! denn pretty
good privacy schützt alle ausgehenden daten vor fremden und
unbefugten augen. es ist also vergleichbar mit einem umschlag, den
sie per einschreiben adressieren - denn mal ehrlich: ihre steuererklärung
schicken sie ja auch nicht ohne umschlag weg, oder?
schlüssel
zum erfolg
pgp
beruht auf einem schlüssel-prinzip. jeder kann einen pgp-schlüssel
selber generieren. wer nun wissen will, ob dieser schlüssel auch
wirklich der angegebenen person gehört, muss dies überprüfen. bei
freunden und bekannten ist das sicherlich einfach, aber kompliziert
bei fremden. doch pgp löst auch dieses scheinbare problem.
die
angesprochene lösung besteht im wesentlichen aus zertifikaten,
die in etwa aussagen: ich bestätige, dass dieser schlüssel der angegebenen
person gehört. doch wie bestimmt pgp, ob ein schlüssel gültig
ist und wie wird "vertrauen" festgelegt? dazu sollte man
vielleicht noch erwähnen, dass pgp einen öffentlichen
und einen privaten schlüssel verwendet. denn der die authentizität
ist das problem jedes public key verfahrens - gemeint ist also die
echtheit des öffentlichen schlüssels.
angenommen,
person a schickt an herrn b eine email, die von person a elektronisch
unterschrieben (signiert) wurde. wie prüft herr b nun diese
unterschrift? nun, zur prüfung der unterschrift braucht herr
b den öffentlichen schlüssel (public key) von person a.
diesen public key bekommt man, wenn man eine email an pgp-public-keys@keys.ch.pgp.net
mit dem subject "get person_a@email.com" sendet als antwortmail
zurück. doch ist das wirklich der public key von person a?
genausogut könnte ein betrüger diesen schlüssel erzeugt
haben und auf dem keyserver deponiert. also überprüft
herr b durch einen anruf bei person a den schlüssel (stimmidentifikation)
oder er geht vorbei. doch was, wenn sich beide nicht kennen?
an
dieser stelle greift eine weitere funktionalität: je mehr menschen
einem öffentlichen schlüssel vertrauen, desto grösser
ist die wahrscheinlichkeit, dass es eine schnittmenge gibt. so könnte
beispielsweise frau c den schlüssel von person a gezeichnet
haben und ebenso den schlüssel von herrn b. somit wüsste
herr b, dass person a das vertrauen von frau c geniesst, der herr
b ja auch vertraut. jetzt setzt er das "vertrauenslevel"
des öffentlichen schlüssels von person a auf den wert
"valid", nachdem er den schlüssel gezeichnet hat.
genauso funktioniert es natürlich in der gegenrichtung, wo
person a den schlüssel von herrn b gegenzeichnet und beide
nun die nachrichten mit dem öffentlichen schlüssel der
anderen seite verschlüsseln können.
das
verfahren ist zugegebenermassen nicht einfach, bietet jedoch höchstmögliche
sicherheit bei der übertragung von daten.
 
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